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Knapp 95000 Einwohner teilen sich ein etwa 125 Quadratkilometer großes Gebiet, das Iserlohn für sich beansprucht. Die waldumgebene Stadt ist Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und liegt inmitten des Ruhrpotts im Schiefergebirge.

Die ersten Anzeichen für die feste Ansiedlung von Menschen gab es schon vor über tausend Jahren. Doch finden sich menschliche Hinterlassenschaften schon aus der Altsteinzeit vor über 40000 Jahren. Die vielen Höhlen rund um Iserlohn waren ja auch für den Aufenthalt von Menschen geradezu prädestiniert. Im ganzen Gebiet gab es für die Jungsteinzeit viele Funde zu entdecken, die auf eine dauernde Besiedlung schließen lassen.

Auch aus der Bronzezeit gibt es interessante Funde wie Dolche und andere Waffen.

Das älteste Gebäude in Iserlohn ist die Pankratiuskirche, die wohl im späten 10. Jahrhundert erbaut und geweiht wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt sicher im 12. Jahrhundert.

Im Mittelalter wurde die Stadt durch befestigte Mauern und Wälle geschützt, zunächst nur die innerste Stadt, später auch weitere Flächen.

Iserlohn entwickelte sich nur schleppend – erst später mit Beginn der industriellen Entwicklung im Bereich des Erzabbaus und der Verarbeitung desselben, gewann die Stadt an wirtschaftlichem Aufschwung. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden in Iserlohn mit der Metallverarbeitung bedeutende Produktionsbetriebe geschaffen. Mit den hier gefertigten Nadeln, Tabaksdosen, Kettenhemden usw. wurde weltweiter Handel getrieben. Ab Mitte der 1950er Jahre begann die Wirtschaft zu stagnieren.

Die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg verursachten hier nicht so große Schäden wie in anderen Orten Deutschlands, was nicht nur für Sachverständige in ihren Wertermittlungen und Gutachten eine eventuelle Rolle spielt. Nach dem Krieg errichteten die Briten eine Garnison, die Truppen wurden in den 1990er Jahren reduziert und die Kasernen in Iserlohn nach der Schließung zu anderen Zwecken genutzt.

Baulich erwähnenswert ist, dass in den 1980er Jahren eine umfangreiche Sanierung der Innenstadt begann. Etliche mittelalterliche Gebäude wurden zugunsten der Umstrukturierung besonders von Verkehrsflächen einfach entfernt, was dem heutigen Stadtbild natürlich nicht gerade zu Gute kommt. Doch wird versucht, einiges an Baufehlern wieder gutzumachen, was Sachverständigenbüros in ihren Immobilienbewertungen mit berücksichtigen sollten.

Für kulturell interessierte Bürger und Bürgerinnen steht unter anderem das Parktheater mit seinen Aufführungen zur Verfügung. Doch auch Museen sind in Iserlohn zu finden, darunter das Deutsche Höhlenmuseum, in dem auf über 600 Quadratmetern den Besuchern die Höhlenwelt nahe gebracht werden soll.

Für die Naherholung geht der Iserlohner an den See und zwar an den künstlich angelegten Seilersee. Hier und im angrenzenden Wald können die gestressten Menschen Ruhe und Frieden finden, im Wasser schwimmen oder einen Waldlauf genießen.

Wer das „Abenteuer Höhle“ einmal erleben möchte, der geht zur Dechenhöhle, die die einzige begehbare Tropfsteinhöhle in Deutschland ist und in der Stagmiten und Stalaktiten nicht das einzige sind, was diese Höhle so interessant macht. Wer also nach Iserlohn kommt, sollte diese Höhle und das angrenzende Höhlenmuseum auf keinen Fall verpassen!